Drei Arten, Hilfe zu buchen, und was sie unterscheidet
Der Begriff Umzugshelfer meint bei den meisten Anbietern drei ziemlich verschiedene Dinge, und genau daran scheitern die Preisvergleiche. Wir trennen sie deshalb sauber. Erstens die reine Muskelkraft ohne Fahrzeug: Sie stellen den Transporter, wir stellen die Leute, die tragen, packen und verzurren. Das kostet ab 25 € je Stunde und Kraft.
Zweitens das Fahrzeug mit Fahrer. Ein Transporter mit 12 m³ liegt bei ab 44 € je Stunde, ein LKW mit 21 m³, Hebebühne und Rampe bei ab 46 €. Der Fahrer sitzt dabei nicht im Führerhaus und wartet, sondern packt mit an. Diese Variante passt, wenn Sie selbst mit anpacken und nur eine zweite kräftige Person brauchen.
Drittens das Komplettpaket: LKW mit zwei Umzugshelfern ab 48 € je Stunde. Das ist die Zusammenstellung, die am häufigsten gebucht wird, weil sie den Umzug ohne Eigenleistung möglich macht. Wird ein zweites Fahrzeug auf derselben Tour gebraucht, kostet das 24 € je Stunde zusätzlich.
Wann sich reine Helfer rechnen und wann nicht
Jetzt die Rechnung, die Ihnen kaum jemand vorlegt. Zwei Helfer ohne Fahrzeug kosten zusammen 50 € je Stunde. Ein LKW mit zwei Umzugshelfern kostet ab 48 € je Stunde. Das Komplettpaket ist also nicht teurer als die beiden Kräfte allein, obwohl das Fahrzeug darin enthalten ist.
Daraus folgt eine klare Empfehlung: Wenn Sie noch kein Fahrzeug haben, mieten Sie keines. Der Mietwagen kostet nicht nur Miete, sondern auch Kaution, Kraftstoff, die Fahrt zur Station und zurück, die Wartezeit bei der Übergabe und das Risiko bei der Selbstbeteiligung, falls beim Rangieren im Hinterhof etwas passiert. Diese Nebenkosten fehlen in jedem Preisvergleich und entscheiden ihn trotzdem.
Sinnvoll sind reine Helfer in vier Fällen: Sie haben ein Fahrzeug ohnehin, etwa über den Betrieb oder aus der Familie. Es wird gar nicht gefahren, weil innerhalb des Hauses umgeräumt oder ein Dachboden geleert wird. Es soll nur be- oder entladen werden, etwa ein bereits gemieteter Container. Oder Sie brauchen Hände zum Aufbauen, nicht zum Tragen. Für den letzten Fall gibt es den Montagehelfer mit eigenem Werkzeug ab 28 € je Stunde.
| Buchung | Preis je Stunde | Enthalten |
|---|---|---|
| Umzugshelfer ohne Fahrzeug | ab 25 € | Eine Kraft, Mindestabnahme zwei Stunden |
| Montagehelfer für Auf- und Abbau | ab 28 € | Eine Kraft mit eigenem Werkzeug |
| Transporter mit Fahrer, 12 m³ | ab 44 € | Fahrzeug und eine Kraft, Fahrer packt mit an |
| LKW mit Fahrer, 21 m³ | ab 46 € | Fahrzeug mit Hebebühne und Rampe, eine Kraft |
| LKW mit zwei Umzugshelfern | ab 48 € | Fahrzeug und zwei Kräfte zusammen |
| Zweiter LKW auf derselben Tour | 24 € | Nur zusammen mit dem ersten Fahrzeug |
Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Der Stundensatz gilt an jedem Tag, an dem wir geöffnet haben, auch abends und sonntags.
Was unsere Helfer tun und was sie nicht tun
Damit am Termin keine Diskussion entsteht, hier die Grenze so klar wie möglich. Was innerhalb liegt, ist der übliche Umfang eines Umzugstages, und mehr braucht kaum jemand.
- Tragen, auch über mehrere Etagen ohne Aufzug
- Kartons stapeln, Ladung sichern und im Fahrzeug verzurren
- Betten, Schränke, Regale und Tische ab- und wieder aufbauen
- Sperrgut zum Fahrzeug bringen und für die Entsorgung bereitstellen
- Nicht enthalten: Elektro- und Wasseranschluss, etwa bei der Einbauküche
- Nicht enthalten: das Steuern eines von Ihnen gemieteten Fahrzeugs, dafür fehlt die Versicherung
Wie viele Helfer und wie viele Stunden Sie brauchen
Die häufigste Fehleinschätzung ist nicht die Zahl der Helfer, sondern die Zahl der Stunden. Als Erfahrungswert für eine gepackte Wohnung im Stadtgebiet: Ein Zimmer schaffen zwei Kräfte in zwei bis drei Stunden, zwei Zimmer brauchen zwei bis drei Kräfte und drei bis fünf Stunden, drei Zimmer eher drei bis vier Kräfte und fünf bis sieben Stunden.
Diese Werte verschieben sich vor allem nach oben, und zwar durch Wege. Vierter Stock ohne Aufzug kostet gegenüber dem Erdgeschoss grob ein Drittel mehr Zeit. Fünfzig Meter Abtrageweg vom Hauseingang zum Fahrzeug kosten mehr Zeit als zwei zusätzliche Etagen, weil jeder Weg doppelt gelaufen wird. Eine Halteverbotszone ab 59 € je Adresse spart bei Stundenabrechnung oft mehr, als sie kostet.
Mehr Helfer machen es übrigens nicht linear schneller. In einem schmalen Altbautreppenhaus stehen sich fünf Leute im Weg, drei arbeiten dort zügiger. Sinnvoll wird die vierte Kraft, wenn ein zweiter Trageweg existiert oder ein schweres Einzelstück dabei ist.
Was den Termin kürzer und damit billiger macht
Bei Stundenabrechnung zahlen Sie jede Verzögerung selbst. Die folgenden Punkte kosten Sie einen Abend Vorbereitung und sparen erfahrungsgemäß ein bis zwei Stunden am Termin.
- Alles ist gepackt und verschlossen, bevor wir klingeln, auch Keller und Balkon
- Kartons beschriften, nicht überladen, schwere Dinge in kleine Kartons
- Schrauben und Beschläge in Beuteln, die am jeweiligen Möbel kleben
- Flure, Treppenhaus und Aufzug freiräumen, Aufzug wenn möglich reservieren
- Parkplatz vor beiden Häusern sichern, im Zweifel mit Halteverbotszone
- Eine Person festlegen, die entscheidet, was wohin kommt
Auch abends, auch sonntags, ohne Aufschlag
Viele Umzüge scheitern nicht am Geld, sondern am Kalender. Wer nicht freinehmen kann, braucht einen Termin nach Feierabend oder am Wochenende, und genau da verlangen viele Betriebe zehn bis dreißig Prozent Aufschlag. Wir haben diesen Aufschlag nicht, weil Abend und Sonntag zu unseren regulären Arbeitszeiten gehören.
Praktisch bedeutet das: Ein Start um 18 Uhr an einem Werktag ist bei uns nichts Besonderes, ein Sonntagstermin ebenso wenig. Für kleinere Wohnungen ist der späte Nachmittag sogar der bessere Zeitpunkt, weil die Straßen freier sind und der Ladeplatz vor dem Haus eher frei wird. Wer nach 22 Uhr noch arbeitet, sollte allerdings damit rechnen, dass wir im Treppenhaus tragen statt zu rollen und auf lautes Werkzeug verzichten.