Was einen Seniorenumzug von einem gewöhnlichen Umzug unterscheidet
Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern im Tempo. Ein Haushalt, der vor fünf Jahren zuletzt umgezogen ist, wird an einem Vormittag geräumt, weil sich nebenher entscheiden lässt, was in welchen Karton kommt. Steht eine Wohnung seit dreißig Jahren, dauert genau diese Entscheidung länger. Wir planen deshalb von vornherein mehr Zeit ein und rechnen den Termin nicht auf die letzte halbe Stunde durch.
Der zweite Unterschied ist die Zahl der Beteiligten. Häufig ruft die Tochter an, wohnt aber in einer anderen Stadt, während die Mutter vor Ort ist und die eigentlichen Entscheidungen trifft. Wir klären am Anfang, wer den Termin bestätigt, wer am Umzugstag anwesend ist und wer die Rechnung bekommt. Das klingt nach Formalität, verhindert aber die häufigste Panne: Zwei Personen geben widersprüchliche Anweisungen, und der Schrank steht am Ende an der falschen Wand.
Der dritte Unterschied betrifft den Umgang miteinander. Ein Umzug nach vielen Jahren in derselben Wohnung ist kein rein logistischer Vorgang. Wir fragen, statt zu entscheiden, und wir tragen nichts hinaus, ohne es vorher gezeigt zu haben. Wer selbst mit anpacken möchte, packt mit. Wer lieber sitzt und zeigt, wohin was gehört, tut das, und niemand drängelt.
Verkleinern, ohne unter Zeitdruck etwas wegzugeben
Fast jeder Seniorenumzug ist auch eine Verkleinerung. Aus vier Zimmern werden zwei, aus dem Keller wird ein Abstellfach, und die Frage lautet nicht mehr, wie etwas transportiert wird, sondern ob es überhaupt mitkommt. Diese Frage lässt sich ausgerechnet am Umzugstag am schlechtesten beantworten. Unter Zeitdruck landet entweder zu viel im Container oder zu viel im Fahrzeug, und beides ärgert später.
Wir arbeiten deshalb mit drei Stapeln statt mit zweien. Der erste kommt mit, der zweite wird entsorgt, und der dritte ist der wichtigste: Alles, was unklar ist, geht ins Lager. Eine Lagerbox mit 5 m³ kostet ab 69 Euro im Monat und fasst ein Zimmer oder ein Kellerabteil, 10 m³ für eine Ein- bis Zweizimmerwohnung liegen bei ab 109 Euro im Monat. Für die Monate, die eine solche Entscheidung in Ruhe braucht, ist das ein überschaubarer Betrag gegenüber einer Kommode, die später doch fehlt und dann neu gekauft werden muss.
Für eine kurze Überbrückung von wenigen Tagen gibt es den Tagessatz, 5 m³ ab 9 Euro am Tag. Bis etwa acht Tage ist er günstiger, darüber der Monatspreis. Sie müssen sich dafür nicht entscheiden: Wir rechnen von sich aus die günstigere der beiden Varianten ab, und beim Verkleinern ist das fast immer der Monatspreis, weil solche Entscheidungen selten in einer Woche fallen.
Wo unser Lager steht, spielt für Sie keine Rolle, denn Sie müssen nicht selbst hinfahren. Wir holen die Möbel ab und stellen sie später wieder zu, eine Fahrt kostet ab 89 Euro. Stellt sich nach vier Wochen heraus, dass der Sessel in der neuen Wohnung fehlt, bringen wir ihn. Stellt sich das Gegenteil heraus, wird er von dort aus entsorgt, ohne dass er noch einmal durch ein Treppenhaus getragen werden muss.
| Leistung | Preis ab | Hinweis |
|---|---|---|
| Einpackservice je Helfer | 25 € je Stunde | Material wird getrennt berechnet |
| Möbellift bis 4. Etage | 179 € | Halber Tag, mit Bedienung |
| Küche abbauen und aufbauen | 249 € | Ohne Elektro- und Wasseranschluss |
| Halteverbotszone, beide Adressen | 89 € | Antrag, Aufbau und Abbau enthalten |
| Lagerbox 10 m³ | 109 € im Monat | Für alles, was noch unklar ist |
Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Nach der kostenlosen Besichtigung nennen wir einen Festpreis, an den wir uns halten.
Die neue Wohnung muss am selben Abend benutzbar sein
Das wichtigste Ziel am Umzugstag ist nicht die leere alte Wohnung, sondern die bewohnbare neue. Bett aufgebaut, Bettzeug auffindbar, Bad erreichbar, Kaffeemaschine ausgepackt. Alles andere kann bis zum nächsten Tag warten. Wir laden das Fahrzeug deshalb rückwärts, sodass genau diese Dinge zuerst wieder herauskommen und nicht unter zwanzig Kartons liegen.
Vertraute Anordnung meinen wir wörtlich. Vor dem Abbau fotografieren wir die Innenseiten von Kleiderschrank und Küchenschränken und räumen sie am Zielort in derselben Reihenfolge wieder ein. Wer siebzehn Jahre lang die Tassen links oben stehen hatte, greift auch in der neuen Küche links oben hin. Diese zwanzig Minuten Mehraufwand ersparen wochenlanges Suchen und sind der Teil unserer Arbeit, für den wir am häufigsten Rückmeldung bekommen.
- Besichtigung in Ruhe, gern im Beisein der Angehörigen, kostenlos und unverbindlich
- Grundriss der neuen Wohnung durchgehen und jedes große Möbelstück vorher zuordnen
- Kartons nach Zimmer und Inhalt beschriften, nicht nur nach Zimmer
- Halteverbotszone an beiden Adressen, damit der Weg zum Fahrzeug kurz bleibt
- Am selben Tag aufbauen und die Schränke wieder einräumen
- Kartons und Decken holen wir später ab, Sie müssen nichts zurückbringen
Wenn es ins Betreute Wohnen oder in eine Pflegeeinrichtung geht
Beim Einzug ins Betreute Wohnen ist der Platz knapp und die Hausordnung genau. Viele Häuser geben vor, wann angeliefert werden darf, welcher Aufzug benutzt wird und ob der Haupteingang frei bleiben muss. Wir rufen vorher dort an und klären das, bevor das Fahrzeug vor der Tür steht. Ein gesperrter Aufzug kostet mehr Zeit als die gesamte Fahrt quer durch Berlin.
Beim Umzug in eine Pflegeeinrichtung bleibt oft eine ganze Wohnung zurück, die zum Monatsende übergeben werden muss. Beides lässt sich in einem Ablauf erledigen: Zuerst wird transportiert, was mitkommt, danach wird der Rest geräumt und die Wohnung besenrein übergeben. Die Räumung rechnen wir nach Kubikmetern ab, ab 39 Euro je Kubikmeter, und rechnen an, was sich noch verwerten lässt.
Auf Wunsch weisen wir den Arbeitsanteil auf der Rechnung getrennt aus. Angehörige brauchen das regelmäßig, weil sich Arbeitskosten im Haushalt in der Steuererklärung geltend machen lassen und weil Kostenträger eine nachvollziehbare Aufstellung sehen wollen. Sagen Sie vorher Bescheid, dann steht es gleich richtig auf der Rechnung und muss nicht nachträglich geändert werden.
Was ein Seniorenumzug kostet
Der Preis hängt an der Menge und am Aufwand, nicht am Alter. Eine Zweizimmerwohnung innerhalb Berlins liegt als Festpreis ab 389 Euro, drei Zimmer ab 769 Euro. Dazu kommen die Posten, die bei einem Seniorenumzug häufiger anfallen als sonst: das Einpacken durch unsere Kräfte, der Möbellift im Altbau ohne Aufzug und die Halteverbotszone an beiden Adressen.
Ein Aufschlag für den Abend, den Samstag oder den Sonntag entsteht nicht. Der Stundensatz ist an jedem Tag gleich, an dem wir geöffnet haben. Das ist bei einem Seniorenumzug öfter wichtig, als man denkt, weil sich der Termin nach den Angehörigen richten muss und die meistens am Wochenende Zeit haben.