Wer in Berlin Lagerfläche auf Zeit braucht
Der häufigste gewerbliche Fall ist der Betrieb zwischen zwei Standorten. Ein Büro zieht um, die neuen Räume sind erst in sechs Wochen fertig, der alte Mietvertrag läuft aber Ende des Monats aus. Schreibtische, Rollcontainer, Regale und Serverschränke müssen so lange irgendwo stehen, und zwar so, dass sie hinterher vollständig wieder auftauchen.
Der zweite Fall kommt vom Bau. Handwerksbetriebe brauchen Platz für Material zwischen zwei Aufträgen, für ausgebaute Einbauten oder für Möbel, die während einer Sanierung im Weg stehen. Bei Sanierungen im bewohnten Bestand ist die Zwischenlagerung oft die einzige Möglichkeit, überhaupt in geordneter Reihenfolge zu arbeiten.
Der dritte Fall ist der Handel und die Veranstaltung. Saisonware, die zwischen zwei Verkaufsphasen weg muss, Messeausstattung, Ladeneinrichtung nach einer Aufgabe, Bestuhlung und Technik zwischen zwei Terminen. Auch Vereine und kleine Kulturbetriebe fragen regelmäßig danach, weil ihnen genau in solchen Lücken der Platz fehlt.
Und schließlich private Großmengen: eine Haushaltsauflösung, bei der die Familie sortieren will, ein Umbau über mehrere Etagen, ein Hausverkauf mit langer Vorlaufzeit. Ab dreißig Kubikmetern ist das eine Frage der Fläche und nicht mehr der Box.
Wie wir Fläche berechnen
Wir vermieten keine Quadratmeter, sondern lagern Volumen. Der Unterschied klingt formal, wirkt sich aber direkt auf den Preis aus: Eine angemietete Fläche kostet auch dann voll, wenn sie nur zu zwei Dritteln belegt ist, und die Höhe über den Möbeln bleibt ungenutzt. Wir stapeln, sichern und rechnen das ab, was tatsächlich steht.
Bis 20 Kubikmeter gelten die Boxpreise, ab 30 Kubikmetern beginnt die Fläche bei 269 € im Monat. Für kurze Zwischenlagerungen unter einer Woche nennen wir den Tagessatz auf Anfrage, weil er bei dieser Größe am Aufwand beim Ein- und Ausladen hängt und nicht allein am Volumen. Bei deutlich mehr als 30 Kubikmetern kalkulieren wir einzeln, statt Einheiten aneinanderzureihen.
Der Wechsel zwischen den beiden Tarifen passiert von selbst und liegt bei rund acht Tagen. Für Bauzeitenpläne ist das der praktische Teil: Ob die Sanierung sechs Wochen oder drei Monate dauert, muss vorher niemand wissen, weil hinterher die günstigere Variante abgerechnet wird.
Bei gewerblichen Aufträgen bekommen Sie eine Aufstellung des eingelagerten Guts. Für die interne Buchhaltung, für den Vermieter oder für die Versicherung ist das oft wichtiger als der Preis selbst.
| Einheit | Tagessatz | Monatspreis | Passt für |
|---|---|---|---|
| 5 m³ | ab 9 € | ab 69 € | Werkzeug, Akten, ein Raum |
| 10 m³ | ab 15 € | ab 109 € | Kleines Büro, Materiallager |
| 20 m³ | ab 25 € | ab 189 € | Ladeneinrichtung, mehrere Arbeitsplätze |
| ab 30 m³ | auf Anfrage | ab 269 € | Vier Zimmer, Betriebsbestand |
| Abholung oder Zustellung | ab 89 € | ab 89 € | Je Fahrt, beide Wege getrennt |
Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Für gewerbliche Aufträge stellen wir eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer aus.
Zwischenlager bei Sanierung und Büroumzug
Bei einer Sanierung entscheidet die Reihenfolge über die Kosten. Wer alles auf einmal ausräumt, zahlt Lagertage für Möbel, die erst in der letzten Bauwoche wieder gebraucht werden. Sinnvoller ist es, in zwei Etappen zu räumen: zuerst die Zimmer, an denen gearbeitet wird, später den Rest. Eine zweite Abholfahrt kostet 89 €, spart aber schnell einen ganzen Monatspreis für die größere Einheit.
Beim Büroumzug ist das Gegenteil richtig. Dort zählt, dass der Betrieb weiterläuft. Wir laden meist außerhalb der Geschäftszeiten, auch abends und am Wochenende, weil ohne Publikum und ohne Kollegen im Flur schneller gearbeitet wird. Ein Zuschlag für Abend- oder Wochenendtermine fällt dabei nicht an, der Stundensatz ist an jedem Öffnungstag derselbe.
Beschriften Sie bei Bürogut konsequent nach Raum oder Person, nicht nach Inhalt. Beim Auslagern zählt nur eine Frage: Wo soll die Kiste hin. Was drin ist, findet sich danach von allein.
Was auf Lagerfläche geht und was nicht
Möbel, Regale, Ladeneinrichtung, Werkzeug, Maschinen ohne Betriebsstoffe, Akten in geschlossenen Kartons, Ausstellungsstücke und Bestuhlung sind unproblematisch. Sperriges nehmen wir ausdrücklich mit, dafür fahren wir mit Hebebühne und Rampe.
Nicht möglich ist alles, was entzündlich ist oder gefährlich werden kann: Kraftstoffe, Gasflaschen, Lösemittel, Farben in geöffneten Gebinden. Maschinen mit Tank kommen nur leer und trocken ins Lager. Lebensmittel und Getränke lagern wir nicht ein, auch nicht in verschlossenen Kartons, weil beides Ungeziefer anzieht.
Ebenfalls nicht möglich ist der laufende Betrieb im Lager. Wir nehmen keine Warenlieferungen von Dritten an, es gibt keine Kommissionierung und keinen Versand von dort. Unser Lager ist ein Zwischenlager für Ihr Gut, kein Logistikdienstleister, und wir sagen das lieber deutlich, bevor jemand seine Prozesse darauf aufbaut.
Aus demselben Grund gibt es keinen freien Zutritt. Sie können nicht selbst hinfahren und etwas holen. Wenn Sie während der Lagerzeit an eine Kiste, ein Regal oder eine Maschine müssen, holen wir sie heraus und bringen sie zu Ihnen, und das ist eine Fahrt.
Preise und Fahrten für größere Mengen
Die folgenden Werte sind die Bausteine, aus denen sich ein Angebot für Fläche zusammensetzt. Der verbindliche Preis entsteht nach der Besichtigung, die bei gewerblichen Aufträgen die Regel und nicht die Ausnahme ist.